Daten & Fakten

HIV-Übertragung: HIV ist der Erreger der Krankheit Aids.
Im Vergleich mit anderen Krankheitserregern gilt er als schwerer übertragbar. Darum
wird HIV in alltäglichen sozialen Kontakten nicht übertragen, auch nicht beim Husten
oder Niesen, nicht bei der Krankenpflege und nicht in Saunen und Schwimmbädern. Jedoch kann HIV übertragen werden, wenn eine Körperflüssigkeit, die eine genügend große Menge HI-Viren enthält in den Körper eines anderen Menschen gelangt. Als Körperflüssigkeiten sind für eine HIV-Ansteckung Samen- oder Scheiden
flüssigkeit, Blut oder Blutspuren von Bedeutung. Eine Übertragung von HIV ist vor allem in folgenden Situationen möglich:

Ungeschützter Geschlechtsverkehr:
Dagehören Vaginalverkehr (Scheidenverkehr), Analverkehr (Darmverkehr) und Oralverkehr (Mundverkehr). Während der Menstruation besteht zu durch das Menstruationsblut ein erhöhtes Risiko der HIV-Infektion.
Bei Oralverkehr besteht die Gefahr einer HIV-Übertragung vor allem dann, wenn der Samenerguss im Mund erfolgt oder wenn Scheidenflüssigkeit aufgenommen wird. Über die Virusmenge im so genannten Lusttropfen kann man keine sicheren Angaben machen.
Quelle: www.hivreport.de, HIVReport 2/2011
Das Risiko einer HIV-Ansteckung dadurch allein (also ohne dass Sperma
in den Körper gelangt) ist nach heutiger Kenntnis als äußerst gering einzustufen.
 
Gemeinsame Benutzung von Spritzbestecken:
Gemeinsame Benutzung von Spritzbestecken (Nadeln, Kanülen, Spritzen) bei intravenösem Konsum von Drogen. Einzelheiten zu dieser Möglichkeit der HIV-Übertragung finden Sie auf der Website der Deutschen Aidshilfe.
http://www.aidshilfe.de

Schwangerschaft, Geburt und Stillen:
Schwangerschaft, Geburt und Stillen können bei HIV-positiven Müttern
zu einer Ansteckung des Kindes führen. Durch medizinische Vorsichtsmaßnahmen
lässt sich das Risiko jedoch sehr stark senken.
Aus diesem Grund muss nach Feststellen der Schwangerschaft von dem
behandelnden Arzt der Schwangeren die Durchführung eines HIV-Testes
angeboten werden. In diesem Fall werden die Kosten für den HIV-Test
von den Krankenkassen übernommen.

Medizinische Behandlung mit Blut und Blutprodukten:
Bei Blutplasmaprodukten ist in Deutschland durch die Herstellung sichergestellt,
dass sie kein HIV enthalten. Blutspenden werden in der Bundesrepublik durchweg
sehr genau auf HIV überprüft, so dass hier nur ein äußerst geringes Restrisiko
durch den Zeitraum zwischen einer eventuellen Ansteckung des Spenders und
der Nachweisbarkeit von HIV-Antikörpern oder Virusbestandteilen besteht.
Quelle: http://www.gib-aids-keine-chance.de/themen/uebertragung/index.php

Safer Sex:
Kondome sind ein sehr guter Schutz!

Präservative bieten eine einzigartige Kombination von Vorzügen: Sie verringern das
Risiko einer Ansteckung mit den meisten sexuell übertragbaren Erkrankungen
und schützen außerdem vor ungewollter Schwangerschaft. Sie brauchen nur im
aktuellen Bedarfsfall angewandt zu werden. Sie haben im Allgemeinen keine
schädlichen Neben- und Nachwirkungen.

Besonderheiten, wie z.B. eine Latexallergie sind zu beachten!
Alles in allem: Kondome sind eine konkurrenzlos preiswerte Lebensversicherung!
Bei manchen Sexualpraktiken gibt es auch Möglichkeiten der Ansteckung mit
sexuell übertragbaren Erkrankungen, vor denen Kondome nicht schützen können.
Dies gilt vor allem für Kontakte, bei denen der Mund im Spiel ist , wie zum Beispiel Zungenküsse, Oralverkehr oder auch oral-anale Praktiken.
Einige sexuell übertragbare Krankheiten können bei solchen Kontakten durchaus übertragen werden, während das Risiko einer HIV-Übertragung in diesen Fällen nur äußerst gering ist. Schutz bieten hierbei so genannte Dental Dams. 
Während der Menstruation sind Frauen beim Vaginalverkehr insgesamt anfälliger
für Krankheitserreger: Der Muttermund ist leicht geöffnet, die Schleimhaut kann
gereizt sein. Das erhöht ihr Risiko für eine Ansteckung, auch für eine HIV-Infektion.
Wenn eine Frau selbst mit HIV infiziert ist, besteht für den Sexualpartner ein erhöhtes Risiko einer HIV-Infektion durch das Menstruationsblut.Ein konsequenter HIV-Schutz ist gerade dann notwendig.
Keinen Schutz vor einer Ansteckung mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren
Krankheiten bieten die Sterilisation des Mannes oder der Frau, die Verwendung
samenabtötender Mittel, wie z.B. Scheidenzäpfchen, die Benutzung anderer
Schwangerschaftsverhütungsmittel wie Pille, Spirale oder Diaphragma.

Wie sicher sind Kondome wirklich? Fragen bezüglich der Schutzwirkung von Präservativen werden immer wieder einmal an die BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) herangetragen.

Zweifel sind aber sachlich nicht gerechtfertigt. Dass Qualitäts-Kondome ein gut wirksamer Schutz gegen HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten sind, ist bereits seit langer Zeit und weltweit durch umfangreiche Studien (u. a. bei Paaren, bei denen ein Partner HIV-infiziert ist und die über lange Zeit ein aktives Sexualleben miteinander haben) gesichert worden.

Die Empfehlung von Kondomen zum Schutz vor HIV wird deshalb überall auf der Welt gegeben, sie wird von allen relevanten und renommierten Institutionen wie auch der Weltgesundheitsorganisation, den Vereinten Nationen und in allen Ländern getragen, in denen wirksame HIV-Prävention ein erklärtes nationales Ziel ist. Dabei ist allen Experten selbstverständlich klar, dass jedes Verhütungsmittel auch versagen kann - also nie absolut zu 100% schützt. Ebenso klar ist jedoch:

Nur der Verzicht auf Sex (oder die lebenslange, absolute Monogamie zweier sicher nicht infizierter Partner) gibt einen vollkommenen Schutz vor sexueller Übertragung von Infektionen. Aber nur wenige Menschen können dauerhaft so leben.

Für alle anderen sind Kondome der beste Schutz!

Aus verschiedensten Gründen sind die Schutzwirkung von Kondomen gegen HIV und der in diesem Zusammenhang oft zitierte Schutzfaktor bezüglich Schwangerschaft nicht vergleichbar. Deswegen ist auch der häufig angeführte "Pearl-Index" kein sinnvolles Maß für den Schutz vor HIV. Demnach bedeutet zum Beispiel ein Pearl-Index von 15, dass von 100 Frauen, die mit einer bestimmten Methode ein Jahr (zwölf Zyklen) lang verhüten, etwa 15 schwanger werden. Mit dem Pearl-Index kann die Zuverlässigkeit von Methoden der Empfängnisverhütung gemessen werden. Je niedriger der Pearl-Index ist, desto sicherer ist die Methode.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Pearl-Index

 Die Gründe dafür aufzuführen, führt hier zu weit. Seit langem ist aber bekannt, dass auch der Schutz vor unerwünschter Schwangerschaft durch Kondome sehr stark von der richtigen Anwendung und Übung abhängig ist.

Wenn beides "stimmt", sind Kondome auch in diesem Bereich als sicher zu bewerten. Deshalb legt die BZgA in ihren Medien auch großen Wert darauf, solche Anwendungsfehler zu minimieren. Weniger die einzelnen Ursachen als der Gesamt-Effekt sind entscheidend: Kondome schützen tatsächlich sehr gut - wenn auch nicht zu 100% - vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Quelle: http://www.gib-aids-keine-chance.de/themen/kondome/index.php